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Current Affairs 2.0: Agenda Setting in the European Union

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Initiative: Internationale Forschung in den Computational Social Sciences
Ausschreibung: Förderlinie 2: Internationale Kooperationsvorhaben von Postdoktorand(inn)en
Bewilligung: 01.12.2016
Laufzeit: 4 Jahre

Projektinformationen

Seit Ihrer Gründung ist die Europäische Union entlang nationaler, geographischer, kultureller und linguistischer Grenzen geteilt; ein Zustand, der die Verbreitung von Wissen, gemeinsamen Standpunkten und gegenseitigem Verständnis behindert. Forschung zur Europäischen Integration suggeriert, dass die Konvergenz nationaler öffentlicher Kommunikationsräume hin zu einer einheitlicheren Abdeckung von Fragestellungen und Themen, die von gemeinschaftlichem Interesse für alle Bürger(innen) der EU sind, sowie eine Bildung einer "Europäischen Öffentlichkeit? entscheidende Schritte hin zur Entwicklung einer gemeinsamen Europäischen Identität wären. Das Projekt analysiert daher empirisch, welchen gesellschaftlichen Fragenstellungen der höchste Stellenwert zugemessen wird; (i) von Medienorganisationen, politischen Akteuren und der Öffentlichkeit, (ii) über verschiedene Nationen und Sprachen hinweg, (iii) und wie diese Agenden über die Zeit konvergieren oder divergieren. Ausgehend von der Theorie des Agenda Setting werden sehr große Datenbestände verschiedener lokaler und sprachlicher Herkunft erhoben und analysiert, bestehend sowohl aus traditionellen Medienberichten und politischen Reden in digitaler Form, als auch aus sozialen Medien. Zur Erreichung dieses Ziels komplementieren wir traditionelle Methoden zur Messung von Agenden mit State-of-the-Art Ansätzen zu Multlingual News Story Detection, Machine-Learning Inferenz von User-Attributen und Identifikation von probabilistischen Information Pathways. Im Zuge dessen soll auch untersucht werden, inwiefern Daten aus sozialen Medien zur Erfassung einer breiteren öffentlichen Agenda und als Ergänzung von Umfragen dienen können. Das Projekt wird erstmalig empirische Einblicke auf umfassender Datenbasis gewähren, inwiefern sich Agenden über Sprach- und Landesgrenzen bewegen, sowie welche Einflussfaktoren in und zwischen verschiedenen geolinguistischen Kontexten, aber auch zwischen den Agenda-bestimmenden Akteuren (Politik, Medien, Öffentlichkeit) zum Tragen kommen.

Projektbeteiligte