Projekt

Daten zum Projekt

Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models,Transatlantic Interventions

Initiative: Wissenschaft und berufliche Praxis in der Graduiertenausbildung – Forschungskollegs und Praxismodule
Ausschreibung: Forschungskollegs in den Geistes- und Kulturwissenschaften
Bewilligung: 28.11.2017
Laufzeit: 4 Jahre

Projektinformationen

Ziel des Forschungskollegs ist die transatlantische Erforschung einer derzeit besonders populären Art des normativ wirkmächtigen Skripts: Im Fokus stehen Entwürfe einer ökologisch-nachhaltigen, künstlerisch-kreativen oder auch sozial und kulturell inklusiven Zukunft für die urbanen Gemeinschaften der ehemaligen Schwerindustrie in den USA und in Deutschland. Skripte sind narrativ, medial und figurativ durch- und überformte Handlungs-anweisungen und Regelentwürfe von großer gesellschaftlicher Tragweite. Sie können nicht nur Selbstbeschreibungen in vermeintliche Tatbestände umwandeln. Skripte stiften auch bei geringerer Dominanz Sinn: Sie schreiben Entwicklungspfade aus der Vergangenheit in die Gegenwart fort und plausibilisieren sie für die Zukunft. In werkstatt-ähnlicher Zusammenarbeit der Nordamerikastudien mit stadtgestaltenden öffentlichen Einrichtungen und Privatunternehmen der deutschen und amerikanischen Referenzregionen im sogenannten "Rust Belt" werden Skripte für postindustrielle Stadtentwicklung untersucht. Die Untersuchung solch postindustrieller urbaner Skripte erfolgt aus dem explizit eingenommenen Blickwinkel des Ruhrgebiets, einer Region und Wissenschaftslandschaft mit vergleichbar umwälzender De- und Reindustrialisierung, sowie lange Zeit schrumpfender und gleichzeitig älter und heterogener werdender Bevölkerung. Praxispartner sind das Museum Ostwall im Dortmunder U, die Intep Management- und Immobilienberatung, die Bildungsinitiative RuhrFutur, Zachary & Associates Inc., Detroit, der Geschäftsbereich Umwelt und Bauen der Stadt Essen, das Quilombare Collective, New York City, das Tia Chucha's Centro Cultural, Sylmar, CA, die California State University Northridge, die Duisburger Hafen AG, die RAG Montan Immobilien sowie der Regionalverband Ruhr.

Projektbeteiligte