Projekt

Daten zum Projekt

Der Erste Weltkrieg. Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts oder Durchbruch der Moderne?

Initiative: Pro Geisteswissenschaften (beendet)
Ausschreibung: "opus-magnum"
Bewilligung: 05.09.2012
Laufzeit: 1 Jahr

Projektinformationen

Als Ergebnis der Opus magnum Förderung ist im Dezember 2013 das Buch "Der Große Krieg. Die Welt 1914-1918" erschienen. Voraussetzung für das Gelingen dieses vom Zeitrahmen her ambitionierten Projekts war dessen systematische Vorbereitung, u.a. in Form einer Vorlesung zum Ersten Weltkrieg während des Wintersemesters 2011/12 an der Humboldt-Universität. Im Verlauf der im Herbst 2012 begonnenen Niederschrift hat sich der Fokus der Fragestellung insofern leicht verändert, als an die Stelle des wesentlich kulturhistorisch ausgerichteten "Durchbruchs der Moderne" das "Laboratorium des 20. Jahrhunderts" als Kontrast- oder Komplementärbegriff zur "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" getreten ist. Unter dieser Überschrift ließen sich neben künstlerischen und literarischen Entwicklungen auch alle Formen politischen, sozialen und militärischen Lernens bündeln, die zwischen 1914 und 1918 zu beobachten waren. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Ambiguität dieses Lernens gelegt, das eher auf die Steigerung der Konfliktfähigkeit hinausgelaufen ist als dass es zur Entwicklung einer stabilen Friedenskultur bzw. einem institutionellen Gerüst der Kriegsvermeidung geführt hat. Um dies erklären zu können, war eine detaillierte Analyse des Kriegsverlaufs in seinen zahlreichen Facetten erforderlich. Das Buch ist demgemäß als eine Verbindung von Kultur- und Sozialgeschichte sowie Operations- und Politikgeschichte angelegt.

Projektbeteiligte