Projekt

Daten zum Projekt

Augmented Deliberative Democracy (ADD-up): Computational Enhancement of Large-scale Public Arbitrations in Real Time

Initiative: Internationale Forschung in den Computational Social Sciences
Ausschreibung: Förderlinie 2: Internationale Kooperationsvorhaben von Postdoktorand(inn)en
Bewilligung: 01.12.2016
Laufzeit: 3 Jahre

Projektinformationen

In den letzten Jahren hat sich vermehrt gezeigt, dass der Ausschluss der Zivilgesellschaft aus dem Planungsprozess von öffentlichen Großprojekten zu Konflikten zwischen Staat und Gesellschaft führen kann. Um dieses Problem in Zukunft zu verhindern und der Öffentlichkeit ein Mitspracherecht zu gewähren, werden immer häufiger Bürgerbeteiligungsverfahren initiiert, die zu einem Konsens zwischen den politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft führen sollen. Diese Verfahren sind jedoch komplex und bedeuten einen hohen finanziellen Aufwand für die öffentlichen Kassen. Das Projekt möchte daher ein innovatives System für die Augmentierung Deliberativer Demokratie (ADD-up) entwickeln, das großangelegte Bürgerbeteiligungsverfahren durch ein automatisches Analysesystem unterstützt und transparenter macht. Dabei soll die Deliberativität der Kommunikation auf Englisch und Deutsch in Echtzeit analysiert und visuell dargestellt werden. Konkret läuft das ADD-up System parallel zu einer Debatte und bekommt als Input einen stenographischen Feed, der dann Beitrag für Beitrag automatisch analysiert wird. Die augmentierte Sicht auf die vorangegangene Debatte wird den Teilnehmer(inne)n parallel zur Debatte auf einer Großleinwand präsentiert. Die Analyse bezieht sich insbesondere auf den Austausch verschiedener Argumente und die Haltung der Teilnehmenden zu einzelnen Punkten in der Debatte. Damit baut das ADD-up System auf den neuesten Forschritten in den Bereichen Politikwissenschaft, Linguistik sowie Informatik auf und treibt den Stand der Technik in allen drei Disziplinen weiter voran. Neben der Entwicklung des theoretischen Rahmens für die detaillierte Analyse deliberativer Kommunikation wird das Projekt einen einzigartigen Datenbestand zu Bürgerbeteiligungen generieren, der auch über das Vorhaben hinaus relevant sein wird.

Projektbeteiligte