Projekt

Daten zum Projekt

Das vermessene Leben. Produktive und kontraproduktive Folgen der Quantifizierung in der digital optimierenden Gesellschaft

Zur Projekt-Website

Initiative: Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft (beendet)
Bewilligung: 04.07.2017
Laufzeit: 3 Jahre

Projektinformationen

Gegenstand dieses soziologisch-psychologischen Projekts sind die ambivalenten Folgen der heute zu diagnostizierenden "Optimierungslogik" im Kontext der digitalen Gesellschaft. Zahlen bekommen durch die digitalen Medien und Digitalisierung eine neue Bedeutung für den Menschen. Dabei besteht zwischen dieser quantitative Optimierung - "je mehr desto besser" - und einer qualitativen Optimierung eine Spannung, wie sie beispielsweise der Hirschfaktor im Kontext der Wissenschaft, die Pisa-Ergebnisse im Kontext der Schule und der Schrittzähler für den einzelnen Sportler zeigen. Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf dem Umschlagspunkt vom Guten und Konstruktiven in das Destruktive und Schädigende. Teilprojekt I (Jena) analysiert die Bedeutung von und Orientierung an Zahlen in den Handlungspraktiken und Interaktionsmodi professioneller Organisationen im Bereich Bildung, Unternehmen und Gesundheit. Teilprojekt II (Frankfurt) fragt nach der Auswirkung der Orientierung an der Zahl in der Beziehungsgestaltung - in Social Media in Relation zur nicht-digitalen und Face-to-face-Kommunikation sowie in Relation zu Patientengruppen. Teilprojekt III (Berlin) analysiert die Thematik bei Patient(inn)en, die unter Bulimie, Burnout, Depression und Selftracking leiden. Es handelt sich um das Folgeprojekt des abgeschlossenen Schlüsselthemen-Projekts "Aporien der Perfektionierung in der beschleunigten Moderne. Gegenwärtiger kultureller Wandel von Selbstentwürfen, Beziehungsgestaltungen und Körperpraktiken".

Projektbeteiligte

  • Prof. Dr. Vera King

    Universität Frankfurt am Main
    Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
    Institut für Soziologie
    Campus Westend - PEG-Gebäude
    Frankfurt am Main

  • Prof. Dr. Hartmut Rosa

    Universität Jena
    Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
    Institut für Soziologie
    Jena

  • Prof. Dr. Benigna Gerisch

    International Psychoanalytic University
    Klinische Psychologie und Psychoanalyse
    Berlin